Ich bin gerade dabei die neuen Paid-Content Apps der Verlage zu testen, um zu sehen, ob die neue Strategie wirklich aufgeht und die Applikationen ihren eigenen Mehrwert haben, so dass sich ein Paid-Modell hier rechtfertigt. Die erste App, die dran glaube muss, ist nun die SZ-App.
Nach einem Monat muss ich leider ein negatives Resultat ziehen. Die SZ-App ist noch nicht einmal annähernd ihren Preis wert. Sie bietet schlicht weg keinerlei Mehrwert im Vergleich zu kostenlosen News-Angeboten, wie z.B. dem mobilen Portal von Spiegel Online.
Die angebotene Usability ist zwar sehr gut, jedoch bieten die News und Anwendung nichts neues!
Man steigt als User über eine Übersichtsseite ein, auf der nach dem Ordnungskriterium der Aktualität alle Nachrichten aus den verschiedenen Ressorts dargestellt werden. Über eine Ressort-Navigation kann man dann vertiefend in die unterschiedlichen Bereiche einsteigen, die einen interessieren. Positiv sind mir die durchgetexteten Bilder-Gallerien aufgefallen. Diese kommen der mobilen Anwendung und der Aufnahmekapazität in einer mobilen Anwendungssituation sehr entgegen. Darüber hinaus werden allerdings keine positiven Mehrwerte angeboten. Naja, vielleicht kann man die Eilmeldungen, die als Push-Service aufs iPhone kommen noch positiv bewerten.
Die vermeindliche Social Media-Anbindung an Facebook und Twitter ist verheerend! Möchte ich einen Artikel bei Twitter einstellen, wird mir nicht die Möglichkeit des eigenen Kommentars gegeben. Es wird lediglich der Titel des Artikels, sowie das Ressort und der Link direkt auf Twitter publiziert. So geht das nicht!
Im Großen und Ganzen muss man also sagen, dass die SZ-App ihr Geld leider nicht wert ist. Ich werde das Abo abbestellen und mir nun mal die Springer-Apps vornehmen. Die erste Paid-Content App lässt mich also zunächst einmal zu dem Urteil kommen, dass die Verlagsstrategie, für mobile Applikationen ein Paid Content-Modell aufzuziehen, im Fall der Süddeutschen Zeitung scheitert.
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